Gesundheitskiosk in der Fußgängerzone Billstedt Hamburg
2 min read
Heute kam die Meldung in den Medien, dass der Gesundheitsminister Lauterbach bundesweite Gesundheitskioske plane. Vorbild ist der Gesundheitskiosk in der Fußgängerzone Billstedt, ein Stadtteil Hamburg von Hamburg. Die Kioske soll in sozial schwachen und benachteiligten Region aufgestellt werden. Welche Ziele damit verfolgt werden sollen und welche kosten auf Bürger zukommen, lest ihr in diesem Beitrag.
Gesundheitskiosk in der Fußgängerzone Billstedt Hamburg
Seit 2017 gibt es das Pilotprojekt, den Gesundheitskiosk in der Fußgängerzone von Billstedt. Die Verantwortlichen sprechen hier von einem großen Erfolg. Seit Beginn wurden mehr als 17.000 Beratungsgespräche geführt. Der Kiosk ist eine Anlaufstelle für gesundheitliche Fragen und kleinere Behandlungen, die insbesondere die Hemmschwelle brechen soll, für die Menschen, die ansonsten nicht zum Arzt gehen.
Was ist das Ziel?
Nun ist der Plan des Bundesgesundheitsministers einen bundesweiten Ausbau auf ca. 1.000 Kioske. Ziel ist es, pro 80.000 Menschen einen Kiosk zu errichten.
Mit einem Gesundheitskiosk soll sichergestellt werden, dass jeder mit besonderem Unterstützungsbedarf, Zugang zur medizinischen Versorgung hat. Menschen mit und ohne Krankenversicherung können diese Leistungen in Anspruch nehmen. Auch für Patientinnen und Patienten ohne Hausarzt oder mit Sprachschwierigkeiten. Es soll die Hemmschwelle gebrochen werden, für Menschen, die sich ansonsten nicht behandeln lassen wollen.
Diese Leistungen werden in einem Gesundheitskiosk angeboten
In den Gesundheitskiosken sollen unter anderem medizinische Behandlungen und Beratungen stattfinden. Pflegefachkräfte sollen nach Rücksprache mit den Ärzten medizinische Routineaufgaben erledigen. Beispielsweise:
- Blutdruck und Blutzucker messen
- Verbände wechseln
- Spritzen verabreichen
Außerdem sollen die Patienten und Patientinnen bei der Klärung von gesundheitlicher und sozialer Angelegenheiten unterstützt werden.
Die Kosten
Nach der Einschätzung von Lauterbach werden sich diese Kioske selbst tragen. Er geht weiterhin davon aus, dass das Gesamtsystem entlastet wird. Denn durch sie würden jene Menschen erreicht, auf die man sonst erst in der Notaufnahme trifft. Dadurch entstehen höhere Kosten in den Krankenhäusern. Leider ist aus em Pilotprohejt in Hambunrg nicht bekannt, ob mit einer solchen Entwicklung tatsächlich auszugehen ist.
Folgende Finanzierung der Kosten ist geplant. Zu 74,5 % soll die gesetzliche Krankenversicherung, zu 5,5 % die privaten Krankenkassen und zu 20 Prozent die Kommunen die Kosten tragen.
Natürlich gibt es zu der Finanzierung auch Widerspruch. So sind die privaten Krankenkassen nicht begeistert. Sie sind der Meinung dass die Kioske vollständig von den Ländern und Kommunen finanziert werden sollen. Die gesetzlichen Krankenkassen fordern eine 50 % Übernahmen von den Kommunen.
Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Pläne des Bundesministeriums umsetzen lassen.